GF07.04-P-4103-01F O2-Sonden Funktion  

1 Sondenkeramik
2 Elektroden an Grenzflächen
3 Auspuffrohr

Pfeile schwarz: Abgase
weiß: Außenluft

 
    P07.61-0403-01

Die Sondenkeramik wird ab ca. 300 °C für Sauerstoffionen leitend. Ist auf beiden Seiten der Sondenkeramik der Sauerstoffanteil unterschiedlich groß, entsteht durch die besonderen   Eigenschaften der Sondenkeramik an den Grenzflächen eine Spannung (Nernst-Konzentrationszelle). Diese ist ein Maß für den Restsauerstoffgehalt im Abgas.

   
    P07.04-2121-05

Verlauf O2-Sondenspannung, schematisch
A minimale Sondenspannung (mageres Gemisch)
B maximale Sondenspannung (fettes Gemisch)
C unterer Grenzwert für Zeitmessung
D oberer Grenzwert für Zeitmessung
E Dauer Sonden-Zustandswechsel für Mager-Fett-Übergang
F Dauer Sonden-Zustandswechsel für Fett-Mager-Übergang
G Dauer zwischen Sonden-Zustandswechsel
 
H Schwelle für Fettbereich
(z.B. größer 475 mV)
I Schwelle für Magerbereich
(z.B. kleiner 425 mV)
t Zeit in ms
U Sondenspannung in mV

Über das O2-Sondensignal können Fehler an der O2-Sonde erkannt werden.
Für die O2-Sondenspannung, die Periodendauer und für den Sonden-Zustandswechsel müssen festgelegte Grenzwerte eingehalten werden.
   

Das O2-Sondensignal hat beim Übergang von fettem (A) zu magerem Gemisch (B) bei = 1 einen steilen Spannungssprung. Diese Eigenschaft wird für die Lambda-Regelung genutzt.  
    P07.61-0427-01

ME 1.0
Die Masse für das Sondensignal am Steuergerät ME 1.0 ist auf ca. +0,71 V gegenüber der allgemeinen Fahrzeugmasse angehoben. Bei Kurzschluss des Sondensignals gegen Masse,

 
schaltet so das Steuergerät ME die Lambdaregelung auf Steuerbetrieb (mittlerer -Wert). Dadurch wird hoher Kraftstoffverbrauch verhindert.

ME 2.0, ME 2.1, ME 2.7, ME 2.8
mit Motorsteuergerät für EURO 3/4
Die Masseleitung für das Sondensignal ist für jede O2-Sonde bis zum Steuergerät ME geführt.
Die Masse für das Sondensignal ist z.B. am Steuergerät ME 2.1 auf ca. +0,268 V gegenüber der allgemeinen Fahrzeugmasse angehoben. Bei Kurzschluss des Sondensignals gegen Masse, schaltet so das Steuergerät ME die Lambdaregelung auf Steuerbetrieb (mittlerer -Wert). Dadurch wird hoher Kraftstoffverbrauch verhindert.
 
Die Auswerteschaltung für das O2-Sondensignal gibt eine sogenannte Sondengegenspannung von ca. 0,470 V aus. Bei kalter O2-Sonde ist der Sondeninnenwiderstand so hoch, dass unabhängig von der Gemischzusammensetzung die O2-Sondenspannung zunächst gleich der Gegenspannung ist.
Bei ausgesteckter O2-Sonde kann die Gegenspannung am Steuergerät ME gegen die Sondenmasse gemessen werden.